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Projekt „Kunst und Schreiben“

18. Dezember 2015

In der Projektwoche besuchten wir - 8 Schülerinnen und Schüler aus der GTA, der BOS 13 und der Maler-und Lackierer Ausbildung – mit Frau de Vos und Herrn Höricht die Kunsthalle Bremen.

Zunächst aber beschäftigten wir uns in der Schule mit dem Thema „Ruinen“. Wir schrieben Haikus und Elfchen (das sind unterschiedliche Formen von Gedichten), setzten uns mit den verschiedenen Formen und Hintergründen von Ruinen auseinander und versuchten Ruinen zeichnerisch auf vielfältige Art und Weise aufs Papier zu bringen.

In der Kunsthalle am folgenden Tag wartete die Ausstellung „Nachwirkung“ des international bekannten Schweizer Konzeptkünstlers Thomas Hirschhorn (Jg. 1957) auf uns. Dieser verwandelte 5 Räume der Großen Galerie der Kunsthalle in ruinenhafte Orte, in die er zentrale Werke aus der Sammlung der Bremer Kunsthalle (z.B. Gemälde von Franz Marc, Oskar Schlemmer, Arnold Böcklin,) integrierte. Bei einigen Mitarbeitern der Kunsthalle ist diese Installation auf große Skepsis gestoßen, da sie befürchteten, dass die Bremer Schätze in schiefer Lage zwischen den Graffitis und den Paketbandschnipseln den ruinenhaften Charakter der Ausstellung zwar unterstreichen, aber sicher Schaden nehmen könnten.

Da unsere Schule Partnerschule der Kunsthalle ist, mussten wir weder Eintritt noch einen Beitrag für die Führung eines Mitarbeiters der Kunsthalle bezahlen. Dieser brachte uns die Installation, die aus Pappe, Papier, Styropor und Unmengen von Paketbandstreifen besteht, auf interessante Art und Weise näher. Bei der Ausstellungseröffnung soll ein Journalist auf eine Treppe gestiegen sein und, da diese nur aus Pappe war, wieder hinunter gepurzelt sein.

Wir hatten Zutritt zu der Ausstellung ohne weitere Zuschauer und damit freie Sicht auf das Ganze. Da wir bereits aus dem 1. Projekttag eine Menge an Informationen über Ruinen mitgebracht hatten, brauchten wir nicht dem Programm unseres Guides folgen und wieder Gedichte schreiben, sondern durften uns Motive aus der Ausstellung aussuchen und diese zeichnerisch umsetzen - als schnelle Skizze oder als genaue, detailgetreue Abbildung der Graffitis und Pappskulpturen.

Eine sehr interessante Erfahrung, auf dem zum Teil schiefen Fußboden malend die Installation in aller Ruhe wahrzunehmen und in Teilaspekten darzustellen.

Eine Stellwand zu unseren Eindrücken ist für Kunstinteressierte im Raum 7114 zu besichtigen.

An 2 weiteren Tagen haben wir uns mit dem Orpheus - Mythos und dazugehörigen Klanginstallationen beschäftigt.

Dazu wird es am 18. Februar 2016 in der Bremer Bürgerschaft eine Ausstellung des Gerhard-Marcks-Hauses geben, zu der wir als Schüler eingeladen worden sind, um unsere eigenen Klanginstallationen vorzuführen. Dann gibt es einen weiteren Bericht.

Bereitgestelltes Foto

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