Unser Logo

Klassenfahrt in die Berge oder
Die beste Zeit der GTA 15.2

Ein Beitrag von Elias St. (GTA 15.2), 20. September 2016

Laut Wikipedia ist der höchste Gipfel der Sächsischen Schweiz der Große Zschirnstein mit 562 Metern. Okay, könnte man sagen, der Mount Everest ist mit 8.848 Metern fast 16 mal so hoch. Aber für uns Norddeutsche ist doch alles über Normalnull gleich ein Berg, oder?

Es ist Sonntag, der 24. April, ein Apriltag wie er im Buche steht, abwechselnd Sonnenschein und Gewitter, als wir uns vom Bremer Hauptbahnhof aus auf den Weg über Hamburg nach Bad Schandau machen. Eine insgesamt 6-stündige Fahrt, bei der wir von unseren beiden Kommunikationsdesign-Lehrern begleitet werden, während unser Produktdesign-Lehrer unser Gepäck auf der Straße kutschiert. Abends in Bad Schandau angekommen, gilt es, die Elbe per Fähre zu überqueren, um anschließend den mühsamen Weg zur Jugendherberge in Ostrau hoch zu kraxeln. Mit 562 Metern ist ja bekanntlich der Große Zschirnstein der höchste Punkt der Sächsischen Schweiz, aber mit sechs Stunden Fahrt hinter sich, großem Appetit und ordentlich Handgepäck auf dem Rücken (was sich leider nicht als Essen entpuppte), kann der Weg hoch zur Jugendherberge sich wie das Erklimmen des Mount Everest anfühlen. So hatten wir bereits den ersten Vorgeschmack auf das, was in den nächsten Tagen auf uns zukam. Oben angekommen erwartete uns die heißersehnte (und zum Glück ebenfalls heiße) Stärkung. An dieser Stelle darf ich auch lobende Worte über die Jugendherberge und insbesondere über das (zumindest im Optimalfall) vor Ort zubereitete Essen verlieren. Da man mit Jugendherbergsessen ja nicht unbedingt Gaumen schmeichelnde, ausgefallene Geschmacksexplosionen verbindet, waren wir doch von unserer Verpflegung recht angetan.

Ab folgendem Morgen ging es nun jeden Tag auf eine spannende Wanderung durch das Sächsische Sandsteingebirge, welches mit seinen schroffen Felsformationen aufwarten und beeindrucken konnte. Am Dienstag hingegen besichtigten wir Dresden und seine barocke Architektur à la Semper Oper, Zwinger und Frauenkirche. Die Wanderungen, die uns wohl alle an unsere Belastungsgrenzen und auf die Gipfel der Schrammsteine, Affensteine und Bastei brachten, konnten, wenn man die Berge erst einmal bezwungen hatte, eine atemberaubende Aussicht bieten. Besonders begehrtes Fotomotiv und großer Tourismusmagnet ist hier wohl die Basteibrücke, welche versucht , die architektonische Imposanz von Dresden mit der eindrucksvollen und atmosphärischen Natur der Sächsischen Schweiz zu verbinden. Nicht umsonst ließen sich hier Künstler wie Caspar David Friedrich inspirieren. Getoppt werden konnten diese Aussichten vielleicht höchstens noch von dem Kletterangebot, das die meisten von uns annahmen, aber Schwindelfreiheit voraussetzte. Denn alternativ zum Wanderweg, der durch die Wilde Hölle die Affensteine hinauf führt, existierte auch noch ein mit Sicherheitshaken und Stahlseilen ausgerüsteter Aufstieg. Die Häntzschelstiege schlängelte sich an den Steinformationen entlang und ließ einen Adrenalin ausstoßen, wenn man sich bei leichtem Schneefall mit zig Meter freiem Abgrund unter den Füßen, mit einem Drahtseil gesichert und auf einem Stahlbügel stehend hoch oben am Felsen entlang hangelte. Kombiniert mit dem atemberaubenden Ausblick verblasst im Vergleich jede Kletterhalle.

Abgerundet wurde die Klassenfahrt am Donnerstagabend mit einem geselligen Lagerfeuer, wo wir Eindrücke und Erlebnisse noch einmal Revue passieren ließen, bevor es am nächsten Morgen wieder auf die Heimreise ging. Diesmal allerdings entspannt per Bus runter zur Fähre und von da mit dem Zug ins vom Aprilwetter besetzte Bremen. Was bleibt, sind die Erinnerungen und das, was die Fahrt mit unser Klassengemeinschaft gemacht hat. Oder um es mit einem Mount Everest Vergleich zu sagen: Falls wir jenen jemals irgendwie besteigen können sollten, dann nach dieser Klassenfahrt.

Bereitgestelltes Foto

Die Stimmung stimmt, es kann los gehen.

Bereitgestelltes Foto

Aussicht auf die Schrammsteine, im Hintergrund der Falkenstein.


Bereitgestelltes Foto

Viel zu entdecken im Hygienemuseum Dresden.

Bereitgestelltes Foto

Viel zu entdecken im Hygienemuseum Dresden.


Bereitgestelltes Foto

Schmuckstücke der barocken Altstadt Dresdens: die Semperoper, …

Bereitgestelltes Foto

…, der Zwinger, …


Bereitgestelltes Foto

… und die Frauenkirche.

Bereitgestelltes Foto

Spannende Kletterpartie an der Häntzschelstiege, …


Bereitgestelltes Foto

… und ein luftiger Ausstieg.

Bereitgestelltes Foto

Der Carolafels ist ein toller Rastplatz mit Panoramaaussicht.


Bereitgestelltes Foto

Aufstieg zur Bastei.

Bereitgestelltes Foto

Die berühmte Basteibrücke.


Bereitgestelltes Foto

Abschiednehmen am Lagerfeuer.

Bereitgestelltes Foto

Die Stimmung stimmt immer noch!